Sonntag, 22. November 2009

Knorr Suppenbasis

Überblick

Als aktives Mitglied der Bopki.de - Gemeinschaft durfte ich Knorr's neustes Schnippchen testen - Frische Zutaten + Wasser und dann die Suppenbasis dazu - so lautet das Geheimrezept für bewusste Ernährung mit schneller Zubereitung. Ob und wie sich das Prinzip macht, das erfahren sie jetzt.

Zum Testen stehen 4 verschiedene Geschmacksrichtungen zur Verfügung, dabei reicht das Angebot von mediteran über deftige Hausmann'ssuppe bis hin zur edel anmutenden Zucchini-Räucherlachssuppe. Auch auf jeder Packung: Praktische Tipps zum Verfeinern und veredeln der Suppe. Alle Geschmacksrichtungen im Überblick:

  • Zucchini-Lachs- Suppe
  • Kartoffel-Lauch- Suppe mit Wienerle
  • Zwiebelcrémsuppe
  • Mexikanische Tomatensuppe

Doch wie genau funktioniert's jetzt? Für jeden dieser Suppentypen liefert Knorr mit dem Packungsinhalt eine gut abgestimmte Gewürzmischung, einen löslichen Gemüsefond, sowie einen Haufen Soßenbinder, und - zum Glück - weder gehärtete Fette oder künstliche Geschmacksverstärker. Das bedeutet: Aufatmen für die Antiglutamat-Clique.


Suppen im Detail

Beginnend mit der Mexikanischen Tomatensuppe kommen wir auf die noch hinuzufügenden Zutaten zu sprechen: 50g Schmand, 150g Bohnen-Maismix und 300g Tomaten, so lauten die Glückszahlen für dieses Rezept. Handhabung verläuft sehr problemlos, Tomaten in grobe Stücke schneiden, mit 1. EL Öl andünsten und dann mit 750ml kaltem Wasser ablöschen - ein Prinzip das sich durch übrigens alle Suppentypen zieht. Dann noch Tüteninhalt einrühren (am Besten macht's hier der Rührbesen), später Mais und Bohnen abtropfen lassen und kurz mitkochen und dann mit einem Hauch Schmand in der Suppe servieren. Damit ist man mit rund 10 Minuten Kochzeit wirklich flott, doch was hält die Suppe?
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, doch leider muss an der Stelle gesagt werden, dass die Grundlage hierfür fehlt. Unverfeinert stellt sich die Suppe als recht fad heraus, auch die Farbe kann definitiv nicht beeindrucken. Zusätzlich haben wir ein großes Problem was die Viskosität angeht, durch die wirklich übermäßige Zugabe von Saucenbinder hat die vermeindliche Tomatensuppe eine zu sähmige Konsistenz und bei genauer Betrachtung findet man viele weiße Restflocken, die unschön in der Suppe rumschwubbern. Doch damit genug der Kritik, auch aus dieser Suppenbasis ließe sich etwas zaubern, mit ein wenig Chilli's und zusätzlich Rinderhack kurz angebraten in den Topf sowie einer Paprika lässt sich ein fast fertiges Chilli con Carne hinzaubern - vielleicht eine Überlegung an unsere Knorr-Großmeister.

Zwiebelcrémesuppe

Auch hier gibt's Pflichtzutaten, Zwiebeln (wer hätt's gedacht), Sahne und Edamer (50g) sollen die Geschmacksgrundlage sein. Zubereitung kinderleicht wie eh und je', Zwiebeln andünsten und dann ablöschen, einrühren, Käse reiben, auflösen lassen, kurz vor servieren mit Sahne crémig rühren, fertig.

Geschmack: Kommt Alles in Allem an eine gute Zwiebelsuppe ran, der Garniertipp mit gerösteten Schwarzbrotstücken ist auf jeden Fall empfehlenswert. Für besonders faule tun's auch ein paar Salatcroutons.
Farbe: Auch hier leider eine etwas ungesunde Farbe, geht ein wenig in den Bereich von Erbrochenem (Verstärkt durch die abermals vielen Binder-Flocken)
Fazit: Taugt gut für müde Hausherren, die gestresst von der Arbeit eine Auszeit wollen, eher schon eine Kaufempfehlung.

Kartoffel-Lauch-Suppe

Eigentlich eine meiner Lieblingssuppen, was kommt dazu? Lauch (300g!) und Wienerle, sowie 1 TL Senf. Lauch andünsten, ablöschen, Wurst schneiden und zugeben, fertig.

Geschmack: Ist soweit ganz ordentlich, allerdings merkt man, dass die Wiener sehr stark die Geschmacksträger der Suppe sind, der Eigengeschmack geht ein wenig unter.
Farbe: Leider auch hier - eine etwas ungesunde Farbe, aber wen stört's, im Magen geht's ja auch drunter und drüber.
Fazit: 10 Minuten für eine Kartoffel-Lauch-Suppe? Unschlagbar, da Kartoffelflocken in der Packung sind und tatsächlich eine gute Konsistenz geben eine Kaufempfehlung. Mein Tipp: Eine halbe Packung Schmelzkäse (Sahniger) lässt zwar die Kalorienzahl nach oben purzeln, tut der Suppe aber sehr gut. Außerdem macht sich auch hier Hack besser als des "Wienerle", dann aber den Senf weglassen und ein wenig Muskatnuss hinterherwerfen.

Zucchini-Crémesuppe mit Räucherlachs

Zum Schluss kommt mein Favourit, die schon etwas edlere Zucchini-Crémesuppe. Zucchini andünsten, ablöschen, Räucherlachs in Streifen und Sahne zugeben vor Ende (nicht den Lachs ewig mitkochen, das Tier ist schon tot - und das recht lange! Das stiehlt der Suppe den Zucchini Geschmack und hinterlässt wiederliche Brocken des Fisches - unschön!) - fertig. Was kanns?

Geschmack: Eine Suppe, die nicht aus der Standardschublade stammt und das schmeckt man auch, von dieser Suppe war ich wirklich soweit begeistert.
Farbe: Auch hier eine ungesunde Färbung, allerdings besser als die Vorrausgegangenen.
Fazit: Wie schon vorher deutlich wurde: Ein echter Favourit, kann ich nur weiterempfehlen, auch in der Kürze der Zubereitungszeit (Die Zucchinis müssen übrigens gerieben werden!) eine zukünftige Einkaufsempfehlung. Mit einem Schuss Weißwein und angerösteten Pinienkernen, garniert mit Rucola eine garantierte Geschmacksbombe! Kaufen!

Definitves Fazit

Last but not Least kommt ein ordentliches Fazit. Bei der Betrachtung der Suppen fällt auf: Irgendwie ist das nichts Halbes und nichts Ganzes, die Einen schreien:" Kann man alles dann auch selbermachen, und man muss eh fast alles selbst dazuhauen", die Anderen geben zu bedenken, dass der Zeitfaktor doch durchaus eine Rolle spielt. Und ich? Ich reihe mich in eine andere Reihe ein, der Reihe der dem Knorr-Team gratuliert zu diesem Spagat und zum erfolgreichen Finden einer Marktlücke. Tütensuppen gelten zurecht als abgestraft, da sich in 50g Pulver ja bekanntlich manchmal komplette Schweine verstecken sollen (hässliche Hackfleischbrühensuppen), der Laie oder auch ein Zeitakrobat steht aber oftmals vor dem Problem nicht ewig Zeit zu haben / in der Situation zu sein, nicht Gewürze und Soßenbinder beisammen zu haben. Und genau hier schlägt das Produkt ein: Keine künstliche Brühe aus Glutamat und ewig vielen Konservierungsstoffen, sondern ein intelligentes Paket aus Bindemittel und Gewürzen, "basics" halt, die das Küchenleben einfacher - und schneller gestalten. Und sein Bio-Gebipsle darf der passionierte Umweltschützer auch selbst mit einwerfen, einfach genial. Ich kann nur sagen: Mehr Geschmackssorten bitte, das rentiert sich. Und überarbeitet noch einmal die Menge des Binders in der Packung, viel Attraktivität geht tatsächlich durch die Brocken verloren, die auch die Farbe versauen. Und die mexikanische Bohnensuppe, an der muss auch noch gedreht werden.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Ausprobieren und Forschen!

1 Kommentar:

  1. Danke für den Kommentar, nun bin ich selbst ein bißchen schlauer. Eigentlich sollte ich ja auch mittesten, aber leider kam mein Paket nie an ( die testen jetzt bestimmt bei der Post ). Lass es dir schmecken und liebe Grüße von shoushou

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